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Tesla gegen Edison: AC/DC – das Original

Bei Doodle schätzen wir Zusammenarbeit und tun alles dafür, um Menschen an einen Tisch zu bringen. Wir glauben auch, dass gesunder Wettbewerb zu den größten Innovationen des Lebens beigetragen hat. In dieser Blogpost-Serie werden wir einige der spannendsten Rivalitäten in der Geschichte der Technik beleuchten.

Zunächst benannte man den Konkurrenzkampf dieser zwei Personen als „wahrhaftig elektrifizierend“; dann erhielt er den Titel „Stromkrieg“: Die wahrscheinlich größten Genie-Rivalen aller Zeit waren Thomas Alva Edison und Nikola Tesla. Warum standen diese Visionäre miteinander im Wettbewerb? Und gibt es einen eindeutigen Gewinner? Es ist also eine spannende Angelegenheit. Mach es dir ruhig mit einer Schüssel Popcorn gemütlich.

Wie alles begann

Nikola Tesla, ein serbischer Ingenieurstudent aus dem heutigen Kroatien, arbeitete bei Continental Edison in Paris. Dort hatte er es schon eine Weile mit Edisons Gleichstrommotoren (Englisch für Gleichstrom = direct current = DC) zu tun gehabt, als sein Vorsteher Charles Bachelor ihm steckte, dass es am Hauptsitz der Firma in New York bessere Karrieremöglichkeiten für ihn gäbe. Gesagt, getan. Der 28-jährige Tesla ging an Bord eines Schiffs und erreichte 1884 das „Land des goldenen Versprechens“, wie er es selbst nannte.

„Mein lieber Edison: Ich kenne zwei großartige Männer und Sie sind einer von ihnen. Der andere ist dieser junge Mann.“

Mit diesen Zeilen begann das Empfehlungsschreiben für Tesla, dass Thomas Edison, seines Zeichen reicher Geschäftsmann und Erfinder, las.  Schon bald trafen sich die zwei Visionäre persönlich. Doch beeindruckt war Edison von Teslas Wechselstromprojekten nicht (Englisch für Wechselstrom = alternating current = AC). Er fand diese Art von Strom unpraktisch. Um den Scharfsinn des jungen Ingenieurs zu testen, beauftragte er Tesla stattdessen damit, für die Gleichstrommotoren seines Unternehmens verschiedene Verbesserungsmöglichkeiten zu finden. Das Unglaubliche daran: Edison versprach Tesla 50.000 Dollar für die Bearbeitung dieser Aufgabe, und das war für damalige Verhältnisse ein Haufen Geld. Tesla machte sich an die Arbeit – mit Erfolg. Doch die versprochene Prämie erhielt er nicht. Edison hatte scheinbar einen Scherz gemacht und Tesla bekam lediglich eine Gehaltserhöhung. Und nun? Tesla war darüber so erbost, dass er kündigte – in der Hoffnung, Investoren zu finden, die seine Wechselstromprojekte unterstützen würden. Tesla fand jedoch keine neue Stelle als Elektroingenieur fand und arbeitete eine Zeit lang sogar als Grubenarbeiter. Es frustrierte ihn, dass sein Talent brachlag. Doch das sollte sich bald ändern. (Wenn sich dein Popcorn dem Ende neigt, jetzt wäre die Chance, die Schüssel aufzufüllen.)

Edison Electric gegen die Westinghouse Electric Company

Tesla hatte das Glück auf seiner Seite, fand Investoren und heuerte später bei derWestinghouse Electric Company von George Westinghouse an, einem Ingenieur und Industriellen, der sich ganz dem Wechselstrom verschrieben hatte. Edison hatte hingegen weniger Glück. Sein Unternehmen stand nun im Wettbewerb mit Westinghouse. Wer von beiden würde die USA elektrifizieren? Um diese durchaus faszinierende Geschichte kurz zu machen: Trotz Edisons Hetzkampagne gegen AC konnten Tesla und Westinghouse diesen Wettbewerb für sich entscheiden. Aber warum gibt es keinen eindeutigen Gewinner unter den beiden Rivalen?

westinghouse

Westinghouse Electric Company

Das Vermächtnis

Edison und Tesla sind wie zwei gegensätzliche Antworten in dem Spiel „Welcher-Erfindertyp-bist-du?“. Der eine ist ein erstklassiger Student mit fotografischem Gedächtnis. Er ist stilvoll und eloquent und kann sich Dinge vorstellen, die andere für unmöglich halten. Er ist ein verkanntes Genie, das allein stirbt, und dessen Erfindungen ihm nie Reichtum beschert haben. Der andere ist ein brillanter Erfinder. Er geht die Dinge praktisch an und weiß seine Ideen zu verkaufen. Außerdem ist er erfolgreicher Geschäftsmann. Reduziert man diese beiden herausragenden Köpfe unserer Menschheit auf diese simplen Beschreibungen, dann könnten sie gegensätzlicher nicht sein. Und wir bleiben zurück mit der Frage aus unserem Persönlichkeitstest: „Welcher Erfinder warst du“. Es gibt keinen wirklichen Gewinner, nur zwei auf ihre Art ganz unterschiedliche Genies. Der eigentliche Gewinner ist die Menschheit, die ohne diese Erfindungen sicher nicht die wäre, die sie heute ist.

Mit dem Übergang ins 20. Jahrhundert wurden einige der größten Erfindungen gemacht, die unsere Art zu leben komplett auf den Kopf gestellt haben. In Kürze berichten wir in dieser Blogpost-Serie über einen nicht ganz so alten, aber genauso spannenden Konkurrenzkampf unter den größten Denkern dieses Jahrhunderts.

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