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Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz: die Zukunft ist jetzt

Im Jahr 2018 ist künstliche Intelligenz in unserem Alltag angekommen. Das geht vom sprachaktivierten virtuellen Assistenten über intelligente Kühlschränke, die unsere Einkaufslisten erstellen, Lieblingsmusik auf Zuruf bis zu Karten-App, für den schnellsten Heimweg. Dies sind nur einige Beispiele für KI in unserem Alltag.  Auch die Arbeitswelt wird zunehmend davon beeinflusst und verändert. Hier wird es dann auch deutlich komplexer. Virtuelle Assistenten nach Wetterberichten oder Pasta-Rezepten zu fragen ist einfach, aber was kann ein virtueller Assistent leisten, wenn man ein Meeting mit einem 10-köpfigen Team organisiert?

Bei Doodle setzten wir bereits auf künstliche Intelligenz und sehen ihr hohes Potential für die Zukunft. Was sind die Trends, die die Geschäftswelt und unsere Art zu arbeiten verändern werden? Inwiefern wirken sie sich bereits auf unseren Arbeit aus?

Um zu verstehen, welchen Einfluss künstliche Intelligenz (KI) bereits hat, muss man wissen, was KI eigentlich ist und wie sie sich bisher entwickelt hat.

Was ist künstliche Intelligenz?

Der Begriff der künstlichen Intelligenz tauchte 1956 zum ersten Mal auf. Ungefähr zur gleichen Zeit gab es unter Wissenschaftlern und Programmierern erstmals große Aufregung um künstliche neuronale Netzwerke – Computersysteme, die vom Aufbau des menschlichen Gehirns inspiriert sind und zur Ausführung einfacher, logischer Aufgaben programmiert werden. In den 1980ern, als die Rechenleistung von Computern stieg, begann die entscheidende Phase des maschinellen Lernens. Dabei werden Computersysteme mit Daten gefüttert, die es ihnen ermöglichen, Aufgaben zu übernehmen, ohne speziell dafür programmiert worden zu sein. Ein Beispiel aus der Zeit ist der Schachcomputer Deep Blue von IBM. Deep Blue schlug 1997 in einem legendären Schachwettkampf Schachweltmeister Garri Kasparov.

Heutzutage liegt der Fokus auf Deep Learning (tiefergehendes Lernen). Jenseits von logischem oder aufgabenspezifischem Denken lernen“ die KI-Systeme, wie man Daten intuitiv und ganzheitlich manipulieren und daraus lernen kann. Ein Prozess, der unter anderem zu schnellen Verbesserungen in der Spracherkennungs- und Übersetzungstechnologie geführt hat.

Durch diese Fortschritte nähern wir uns an ein KI-System an, das menschliche Prozesse auf natürliche, interaktive Weise übernimmt. Besonders im Bereich des Cognitive Computing wird auf dieses Ziel hingearbeitet. Die Schwerpunkte im Cognitive Computing sind Computervision, wobei Maschinen lernen, Bilder oder Videos zu erkennen, und Natural Language Processing, wo es darum geht, dass die menschliche Sprache von Maschinen sowohl verstanden als auch erzeugt werden kann.

Die Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz bedeuten natürlich auch Veränderungen für die Arbeitswelt –aber noch gibt der Mensch die Anweisungen. Bis Maschinen und Menschen routiniert und eigenständig nebeneinander arbeiten werden wird es noch sehr lange dauern. Bisher werden auf  künstlicher Intelligenz basierende Maschinen in Unternehmen zur Unterstützung bei spezifischen Aufgaben genutzt. Sie unterstützen die vom Menschen geleistete Arbeit oder machen sie effizienter. Und in welchen Formen wird KI am Arbeitsplatz bereits genutzt?

Bots und virtuelle Assistenten

Viele Menschen duzen bereits ihre Bots und virtuellen Assistenten wie Siri, Alexa und Meekan. Wer Meekan, den Chatbot von Doodle, noch nicht kennt, kann ihn hier kennenlernen. Aber diese drei sind erst der Anfang. Immer mehr Unternehmen erkennen, wie sehr es sich lohnt, Bots und virtuelle Assistenten einzusetzen, da sie mühsame und zeitaufwendige Aufgaben übernehmen können. Für die menschlichen Mitarbeiter bleibt mehr Zeit für anspruchsvollere und kreativere Arbeit.

Aktuell gibt es, vor allem in den Personal- und IT-Abteilungen, einen starken Trend, Bots und virtuelle Assistenten zu nutzen, um interne Prozesse und Kommunikationen zu optimieren. Da diese Bereiche oft überlastet sind, übernehmen Bots die Beantwortung von Standardanfragen der Mitarbeiter zu Urlaubsanspruch oder technischen Problemen mit Drucker und Co. Viele Unternehmen vereinfachen ihre Einstellungsprozesse, indem Bots neuen Mitarbeiter zur Verfügung stehen für Fragen, Einführungen und Tutorials.

Bots entlasten den Verwaltungsaufwand enorm, indem sie Aufgaben wie die Planung und Koordination von Meetings übernehmen. Bei uns darf das Meekan übernehmen, der smarteste Planungsassistent der Welt. Er kann über eine einfache Chat-Schnittstelle ein Meeting für alle Teilnehmer planen. Und Meekan sucht nicht nur nach dem ersten freien Termin, er kennt die Routinen und kann so den besten Zeitpunkt finden. Meetings statt Lunch schlägt Meekan nicht vor!

Virtuelle Assistenten und Bots erleichtern nicht nur die interne Kommunikation, auch im Kundenservice werden sie eingesetzt. Warum auch nicht? Chatbots sind 24 Stunden am Tag für Kundenanfragen erreichbar, und wenn sie nicht unmittelbar weiterhelfen können, sind die meisten in der Lage, das Problem an einen Mitarbeiter in der entsprechenden Abteilung weiterzuleiten. Es ist kein Wunder, dass viele Unternehmen diese neue Art von Assistenz, die so gut für zeitaufwendige und repetitive Arbeiten einsetzbar sind, gerne annehmen.

Internet der Dinge

 Ein weiterer wichtiger Trend im Bereich KI? Das Internet der Dinge (Internet of Things oder IoT). Einfach ausgedrückt, setzt sich das IoT aus Alltagsgegenständen zusammen, die mit dem Internet verbunden sind. Das bedeutet, dass sie ferngesteuert werden können und in der Lage sind, miteinander zu kommunizieren. Intelligente Geräte sorgen für komfortableres und intuitives Arbeiten. Viele Unternehmen sind sich dessen bewusst. So sind zum Beispiel viele moderne Arbeitsumgebungen bereits mit intelligenten Heiz- und Kühlsystemen  ausgestattet, die über cloudfähige Sensortechnologie auf die Raumtemperatur reagieren. In modernen Büros finden sich zunehmend IoT-Geräte, wie Smart Desks, die Verhalten und Aktivität des Benutzers beobachten und ihm anzeigen, wenn er zu lange an seinem Bildschirm sitzt. Sie verhelfen so zu besseren und gesunden Gewohnheiten. Und für die wirklich Dinge im Büro sorgt das IoT: Intelligente Snack-Automaten informieren den Lieferanten, wenn der Lieblingssnack ausgeht und intelligente Kaffeemaschine warten morgens schon mit einer frischen Tassen Kaffee im Büro.

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Meet Pepper

Roboter

Im letzten Jahrzehnt hat sich die Vorstellung von Robotern am Arbeitsplatz von einer absurden Zukunftsfantasie in Realität verwandelt. Vor allem Industrieroboter mit ihrer Fähigkeit, repetitive und eintönige Aufgaben zuverlässig durchzuführen und ihrer Langlebigkeit sind sie in Fabriken und gossen Lagern kaum mehr wegzudenken. Und da die Investition in Industrieroboter stetig steigt, ist es sicher anzunehmen, dass dies ein Trend ist, der sich fortsetzen wird.

Und was ist mit Robotern im Büro? Je nachdem, wo du arbeitest, kann der erste Kollege, den du morgens begrüßt, ein Roboter sein. Von SoftBank Robotics kommt Pepper, der Empfangsroboter, der in Hotels und Büros an der Rezeption sitzt, um Mitarbeiter und Gäste zu begrüßen und ihnen bei Fragen weiterzuhelfen. Auch wenn in deiner Firma so bald niemand durch einen Roboter ersetzt werden wird, kann es gut sein, dass in euren wöchentlichen Meetings bald Telepräsenzroboter auftauchen werden. Falls das nicht schon längst so ist. Diese Bots revolutionieren das mobile Arbeiten: Üblicherweise erscheinen sie als ein Bildschirm, der auf einem fahrbaren Gestell angebracht ist, und sie erlauben es nicht nur Mitarbeitern und Kunden an anderen Orten, per Videokonferenz an Meetings teilzunehmen, sondern sie ermöglichen diesen Usern auch durch eingebaute Sensoren, sich im Raum zu bewegen und zu interagieren, als wären sie physisch anwesend. Günstig sind diese Gadgets nicht – im Durchschnitt kosten sie zwischen 8.000 und 10.000 US-Dollar – jedoch finden immer mehr Unternehmen, dass dieser Preis sich durchaus lohnt.

Egal, ob ihr vom Potenzial künstlicher Intelligenz begeistert seid oder eher vorsichtig an die Sache herangeht – verändern wird künstliche Intelligenz unsere Arbeitswelt auf jeden Fall. Was bedeutet das für den Arbeitsplatz der Zukunft? Im zweiten Teil unserer Serie werden wir unsere Prognosen zu den Möglichkeiten und Herausforderungen dieser sich schnell entwickelnden Technologie teilen.

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