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Künstliche Intelligenz heute und morgen: sinnvoller Einsatz

Es ist kein Geheimnis, dass künstliche Intelligenz (KI) das Schlagwort ist, das die Tech-Welt im Sturm erobert. Eine aktuelle Umfrage von Deloitte ergab, dass 56% der Befragten glauben, dass KI-Anwendungen ihr Geschäft in den nächsten drei Jahren erheblich verändern werden. Die Kombination aus immer grosser werdenden Datenmengen, die verarbeitet werden können und massiven Fortschritten in der Rechenleistung  führen dazu, dass maschinelles Lernen und Robotik in rasanten Tempo voranschreiten.

Maschinelles Lernen treibt vieles voran: immer bessere Spamfilter, die unsere E-Mail Postfächer vor nervigen Mails bewahren und der Doodle Bot, der bei der Planung von Meetings immer mehr auf das Nutzerverhalten eingeht. Künstliche Intelligenz kann aber noch mehr. Wir stellen euch vier aufregende Projekte vor, die die Welt verändern könnten.

Diagnose globaler Krankheiten, auch an den entlegensten Orten

Mit Hilfe der Künstlichen Intelligenz konnten in den letzen Jahren enorme Fortschritte im Gesundheitsbereich erzielt werden. Unser Denken über Gesundheit, Heilung und auch Leben haben sich dadurch verändert. Und trotzdem: viele Menschen an den entlegensten Orten dieser Welt erkranken tagtäglich an Krankheiten, die schon längst gut behandelbar sind und die Heilungschancen hoch sind. Oft mangelt es an der richtigen Diagnose, da der medizinische Fortschritt diese entlegenen Orte nicht erreicht.

Genau hier setzt AiScope an: sie haben eine Lösung zur Diagnose globaler Krankheiten, wie Malaria, Tuberkulose und Durchfallerkrankungen, entwickelt. Normalerweise werden für die Diagnose gut geschultes Personal und teures Equipement benötigt – beides ist in abgelegenen Regionen der Welt meist nicht vorhanden.  AiScope hat einen Weg gefunden, dass die mikroskopische Diagnose günstig, tragbar und praktisch für jeden nutzbar ist. Mit Hilfe von maschinellen Lernen und mit bildichen Verfahren zur Erkennung der tötlichen Mikroorganismen, gibt es eine Chance zur Diagnostik. Das Beste daran: Es ist Open Source und jeder mit Computer Vision kann dazu beitragen und diese lebensrettende Lösung vorantreiben!

Aushelfen auf der Internationalen Raumstation

Die Nasa setzt in Zukunft auf die Hilfe von autonomen Robotern, die die Wissenschaftler an Bord der Internationalen Raumstation unterstützen. Die Astrobees können Forschungs-, Haushalts- und Überwachungsaufgaben ohne Astronautenaufsicht übernehmen. Das bedeutet mehr Zeit für die Astronauten, um Experimente in der Schwerelosigkeit durchzuführen. Die Astrobees lassen sich sogar von der Erde aus steuern. Ausgestattet mit Navigationsalgorithmen und modernsten Bilderkennungsfunktionen werden die Astrobees in Kürze für die Regulierung der Luftqualität und die Inventur auf der ISS verantwortlich sein – und selbst kleine Experimente durchführen.

Vermisste Kinder finden

In Indien sind vermisste Kinder ein großes soziales Problem, das unzählige Traumata und Ängste für Familien verursacht. Auch wenn es schwer ist eine verlässliche Zahl zu erhalten, wie viele Kinder in Indien tatsächlich vermisst werden, so waren es zwischen 2012 und 2014 schätzungsweise 237.000 Kinder. Die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich noch höher. Es ist fast unmöglich, gefundene Kinder in einem manuellen Prozess zu identifizieren und zu ihren Familien zurückzubringen.  Die Organisation BBA (Bachpan Bachaa Angolan) entwickelte eine Gesichterkennungssoftware, mit der Fotos vermisster Kinder auf der staatlichen Plattform Trackchild abgeglichen werden können. In nur 4 Tagen gelang es mit Hilfe der neu entwickelten Software 2.390 Kinder vermisste Kinder zu identifizieren. Auch wenn Gesichtserkennung oft umstritten ist und die Anwendung oft kritisch gesehen wird, hier ist die Software sinnvoll eingesetzt und ändert das Leben tausender Kinder und ihrer Familien.

Drohnen mit den Gedanken steuern

Drohnen nur mit Gedankenkraft steuern? Das klingt für viele wie ein Sci-Fi Traum, ist aber bereits Realität dank der forgeschrittenen Robotik und neurowissenschaftlicher Arbeit. Emotiv stellte im Jahr 2018 ihr Insight-Headset, dass die Gehirnaktivität misst und so zum Steuern einer Drohne verwendet werden kann. Die Technologie setzt den Gedankenimpuls zum Bewegen der rechten Hand dann in eine Flugrichtung der Drohne um. Es bleibt spannend, wohin die Weiterentwicklung in diesem Bereich führt – zum Beispiel für die Medizin. Bis dahin bleibt es einfach cool, eine Drohne nur durch Gedankenkraft zu steuern.

 

 

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