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Künstliche Intelligenz heute und morgen: Fünf aktuelle Trends für das Jahr 2019

Künstliche Intelligienz ist das Schlagwort, das die Welt im Sturm erobert und verspricht, alle Facetten unseres Lebens zu revolutionieren. Tatsächlich leistet künstliche Intelligenz bereits schon heute einen wesentlichen Beitrag. Ob Malaria Diagnose oder die Suche nach vermissten Kindern – künstliche Intelligenz wird heutzutage bereits vielseitig eingesetzt. Wie sieht also die Zukunft der künstlichen Intelligenz aus und wo wird sie vor allem zum Einsatz kommen?

Unternehmen versprechen, dass wir von generellen künstlichen Intelligenz (AGI) nicht mehr weit entfernt sind. Künstliche Intelligenz ist komplexer geworden, es ist jedoch noch ein weiter Weg, bis sie die Flexibiltät und Komplexität erreicht, die menschliche Intelligenz ausmacht. Noch weiter weg sind Gefühle und Empfindungen – können Menschen und Roboter wirklich Freunde werden?

2019 werden wir wieder einen Boom bei der Einführung von künstlicher Intelligenz erleben. Mit diesen Trends können wir in der nächsten Zeit rechnen:

Künstliche Intelligenz und Big Data

Diejenigen unter uns, die sich für technische Entwicklungen interessieren, sehen den Big Data Trend vielleicht schon wieder auf dem Rückzug – mit der künstlichen Intelligenz wird jedoch auch Big Data wieder ein grosses Thema sein. Die grösste Herausforderung für viele Data Science Projekte ist der Mangel an qualitativ hochwertigen, organisierten und strukturierten Daten. Rund 80% der Daten in Unternehmen sind nämlich in unstrukturierter Form vorhanden, auf Papier,  auf dem Desktop einzelner Computer oder in unterschiedlichen Verzeichnissen und Systemen abgelegt. Und genau hier kann künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle spielen. Sie ermöglicht Unternehmen die Daten zu strukturieren und zu modellieren und entsprechende Kanäle zu bilden. Daten so zugänglich zu machen, hätte weitreichenden Einfluss auf Unternehmen und würde die Arbeit von Data Scientists erheblich erleichtern.

Chatbots und virtuelle Assistenten

Der Hype um Chatbots ist ungebrochen. Und mit der Verbesserung und zunehmenden Verbreitung von maschinellen Lernalgorithmen, einschliesslich des neuro-linguistischen Programmierens (NLP) werden wir in Zukunft immer mehr mit Chatbots interagieren. 2019 werden wir wahrscheinlich nicht nur mehr Chatbots in unserem Leben begegnen, sondern auch eine Verschiebung hin zu „virtuellen Assistenten“. Dies sind vor allem Bots mit mehr Sprachkompetenz und ausgeprägter Persönlichkeit. Ein Paradebeispiel ist die virtuelle Assistentin Ava von Autodesk, die viel erfolgreicher ist als ihr Vorgänger, der unpersönliche Chatbot Otto. Wir können also davon ausgehen, dass wir 2019 einige „virtuelle Assistenten“ kennenlernen werden und mit ihnen interagieren.

Cybersicherheit

Unser Leben wird zunehmend digitalisiert – und damit werden wir immer anfälliger für Cyberangriffe. Mit zunehmender Bedrohung von Cyberangriffen müssen Cybersicherheitslösungen immer mehr Daten verarbeiten, um potenzielle Bedrohungen mit zunehmender Geschwindigkeit ausfindig machen zu können. Und auch hier wird künstliche Intelligenz eine entscheidende Rolle spielen. KI-Algorithmen sind in der Lage, potenzielle Bedrohungen mit Geschwindigkeiten zu durchsuchen, die ein Mensch einfach nicht erreichen kann. Während die menschliche Expertise in diesem Bereich auch in Zukunft essenziell bleiben wird, ist es eine Aufgabe der Roboter, Daten zu verarbeiten und die akutesten Bedrohungen zu priorisieren.

Mehr Flexibilität mit Open-Source-Lösungen

Die Zahl der Tools zur Entwicklung von KI-Software steigt stetig. Viele KI frameworks, wie PyTorch, Caffe2, TensorFlow und Apache MXNet sind Open-Source Tools. Der freie Zugriff hilft Entwicklern immer bessere KI-Anwendungen zu entwickeln. Es hat aber auch Schattenseiten, denn jedes Framework hat das Potential für sich selbst zu sein, ohne Interoperabilität nach aussen. Das bedeutet, dass Entwickler viel Zeit aufwenden müssen für die Integration und Neuimplementierungen.  Für 2019 gibt es einen Ausweg aus dem Dilemma. Mit ONNX haben Microsoft und Facebook eine Plattform geschaffen, die einen einheitlichen Zugriff auf Frameworks und Machine-Learning-Infrastruktur ermöglichen soll. Das verbessert die Qualität von KI-Anwendungen und davon werden wir vermutlich alle profitieren.

Erklärbare künstliche Intelligenz

Dieses Thema ist das umstrittenste dieser kurzen Liste. Wer kontrolliert, ob das, was die künstliche Intelligenz lernt und an Outputs liefert, auch richtig oder ethisch und moralisch vertretbar ist? Die künstliche Intelligenz basiert darauf, dass sie sich selbst weiterentwickelt und selbst lernen kann. Viele KI-Anwendungen bieten Unternehmen und Kunden nicht mehr die Möglichkeit, dass man ihnen „unter die Haube“ schauen kann, um zu verstehen, warum und wie die Algorithmen zu bestimmten Ergebnissen oder Empfehlungen gelangt sind. Erklärbare künstliche Intelligenz ermöglicht es, dass dieser Prozess wieder offengelegt wird und Unternehmen einen kritischen Blick auf die maschinellen Lernmodelle werfen können. Für Kunden schafft die erklärbare künstliche Intelligenz mehr Transparenz, gibt Vertrauen und baut Ängste vor algorithmischer Verzerrung ab. In einer Zeit, in der die KI einen so spürbaren Einfluss auf unser Leben hat, werden wir hoffentlich in den kommenden Monaten und Jahren einen Trend hin zu mehr Transparenz erleben.

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