Archiv der Kategorie: Doodle Studie

Deutsche und Schweizer planen die meisten Weihnachtsfeiern

Bei Doodle beginnt Weihnachten schon im Oktober – und die meisten Weihnachtsfeiern auf Doodle werden weltweit jedes Jahr von Deutschen verabredet, während die Schweizer Nachbarn an zweiter Position folgen: Das ist das Ergebnis einer aktuellen Doodle-Auswertung.

Allein im letzten Jahr fanden dank Doodle-Umfragen 500.000 Weihnachtsfeiern mit neun Millionen Partygästen in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt. Um bei der Firmenfeier unter dem Tannenbaum möglichst viele zu begrüßen, sollte man demnächst eine Terminumfrage starten – denn die Zusagen-Quote liegt bei Doodle mit 80% deutlich höher als die in der Bevölkerung gemessene Bereitschaft von 60%*, wenn es um die Weihnachtsparty mit den Kollegen geht.

Die Schweizer zelebrieren das dann am liebsten beim Nationalgericht Fondue. Wer bei der deutschen Leidenschaft für vorweihnachtliche Verabredungen jetzt mit Gans und Glühwein rechnet, liegt komplett falsch: Die meisten deutschen Treffen finden beim Italiener statt. Buon Natale!

Doodle Umfragen zu Weihnachten

Doodle Umfragen zu Weihnachten

*Quelle: Statista. Alle anderen Angaben: Doodle-Statistiken.

Familien heute: Gefordert in der Alltagsorganisation – und schlecht beraten bei der Kommunikation

Familie als Rückzugsort? Das war einmal. Eine internationale Studie* des Online- Terminplaners Doodle in Deutschland, USA und Frankreich belegt, dass Familienleben heute vor allem eines bedeutet: einen immensen Organisationsaufwand im privaten Alltag. Eine große Rolle spielt dabei die aktuelle Job-Situation von Eltern. Wer berufstätig ist, dessen organisatorischer Wille ist auch im Privatleben hoch – allerdings ist dessen Stress-Empfinden ebenfalls stärker ausgeprägt. Aber auch bei der Nutzung von Kommunikationsmitteln hat das Thema Arbeit großen Einfluss: Besonders E-Mails, elektronische Kalenderanfragen und Doodle werden deutlich regelmäßiger von Eltern eingesetzt, die zugleich im Berufsleben stehen. Weit vorne steht jedoch bei allen nach wie vor das Telefon, um Absprachen mit mehreren zu treffen. Und das, obwohl dieses Kommunikationsmittel für Gruppen sicher der größte Zeitfresser im Alltag ist und es bessere Alternativen gibt.

Mit mehreren Personen Termine abzustimmen oder Entscheidungen zu treffen, kann extrem viel Zeit und Nerven kosten. Wir haben Eltern und Nicht-Eltern gefragt, wie häufig sie im privaten Alltag mit solchen Vereinbarungen in der Gruppe konfrontiert sind.

Zeit und Nerven sind gefragt

Eltern haben einen deutlich höheren Organisationsaufwand

Von Elternabenden, Sportverabredungen bis hin zu Urlaubsplänen: Eltern haben einen deutlich höheren Organisationsaufwand im Privatleben – der mit der Anzahl Kinder im Haushalt noch ansteigt. Interessant ist, dass weibliche und männliche Befragte sich dabei so gut wie nicht unterscheiden: Das deutet darauf hin, dass die Väter heute genauso stark in den privaten Mikrokosmos der Familie involviert sind wie die Mütter.

Massive Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt es aber immer noch in punkto Berufstätigkeit: Nach wie vor arbeiten wesentlich mehr Väter als Mütter in Vollzeit (91% vs. 54%). Ebenfalls deutlich: Teilzeitarbeit ist nicht nur ein Frauenthema, sondern auch ein deutsches – wie eine Betrachtung der berufstätigen Mütter in den drei Ländern zeigt:

Mütter gehen arbeiten

Wie Mütter arbeiten gehen

Wie nehmen Eltern ihren Familienalltag und die organisatorischen Herausforderungen wahr? Knapp die Hälfte der befragten Mütter und Väter bezeichnet sich als Organisator innerhalb einer Gruppe – und fast ebenso stark ist die Zustimmung zur Aussage, dass Terminfindung für mehrere Personen nervt. Und obwohl Eltern viel häufiger mit Gruppen-Vereinbarungen zu tun haben, gibt weniger als ein Drittel der Befragten an, dass sie sich gerne in größerer Runde treffen:

Organisation des Familienalltags

Der Familienalltag und dessen Organisation

Mütter empfinden privat deutlich mehr Zeitdruck als Väter (49% vs. 38%) – und das, obwohl Väter sich doch in fast gleichem Maße im Privatleben mit Gruppen-Absprachen konfrontiert sehen. Einen möglichen Hinweis gibt das Statement zur Anzahl der Kindertermine, denn weibliche Elternteile stimmen dieser Aussage häufiger zu. Vielleicht, weil sie letztlich doch für diesen speziellen Bereich des Privatlebens verantwortlich sind?

Einen interessanten Länderunterschied gibt es bei dem Wunsch nach einer SMS- Terminbestätigung: Die französischen Eltern befürworten das (58%), während amerikanische (45%) und vor allem deutsche Eltern (24%) dem eher skeptisch gegenüber stehen.

Die wichtigste Rolle bei der Wahrnehmung des Organisationsalltags spielt aber die Berufstätigkeit: Wer in Vollzeit oder Teilzeit arbeitet, bezeichnet sich häufiger als Organisator, findet die gemeinsame Terminfindung noch nerviger und fühlt sich stärker unter Zeitdruck.

Dieser Zusammenhang mit der Berufstätigkeit wird auch in einer weiterführenden Analyse der Daten noch mal sehr deutlich, bei der wir anhand der abgefragten Statements einen Organisations-Index und einen Stress-Index gebildet haben:

Weiterführende Analyse zu Stress

Der Organisations- und der Stressindex

Wir wissen, dass Familien ein höheres Aufkommen an Gruppen-Vereinbarungen haben – und dass die Genervtheit über die Terminfindung mit mehreren Personen ganz oben rangiert. Betrachtet man die Regelmäßigkeit, in der Mütter und Väter vorhandene Kommunikationsmittel für genau solche Gruppenverabredungen nutzen, erklärt sich die Unzufriedenheit: Denn die meisten Befragten verwenden mit E-Mail oder Telefon nach wie vor die Mittel, die sich durch das Hin und Her aller Beteiligten am wenigsten dafür eignen:

Familientermine organisiert

Wer nutzt was in der Terminfindung

Berufstätigkeit ist der zentrale Faktor dafür, welche Kommunikationsmittel wie häufig genutzt werden: Zum einen geben berufstätige Eltern an, nahezu alle Mittel regelmäßiger zu verwenden als die Eltern ohne aktuelles Berufsleben. Besonders stark ist der Unterschied bei E-Mail und Kalenderanfragen – die letzteren scheinen vor allem Müttern und Vätern vertraut zu sein, die arbeiten. Aber auch Doodle wird deutlich öfter von Berufstätigen dafür eingesetzt, auch privat Termine oder Gruppenabsprachen zu organisieren.

Neben der Berufstätigkeit gibt es aber auch länderspezifische Vorlieben bei der Nutzung der Kommunikationsmittel. So setzen amerikanische Eltern vermehrt auf soziale Netzwerke, um Termine in der Gruppe abzustimmen oder Entscheidungen herbei zu führen. Bei den deutschen Befragten hat diese Funktion offenbar WhatsApp übernommen: 45% der deutschen Mütter und Väter nutzen den Messengerdienst sogar regelmäßig, weitere 25% „manchmal“ für Gruppenabsprachen. Dem stehen über 80% amerikanische und französische Eltern gegenüber, die WhatsApp niemals dafür verwenden. WhatsApp scheint diesbezüglich also ein deutsches Phänomen zu sein.

Doch ob soziales Netzwerk oder WhatsApp, ob Telefon oder E-Mail: Es ist ein Fakt, dass Familien für die Kommunikation mit Gruppen meist wenig effiziente Wege gehen. Mit Doodle lässt sich aber genau für diesen Gruppenfall bis zu zwei Dritteln an Zeit einsparen, wie eine Studie im Rahmen einer Abschlussarbeit an der ETH Zürich gezeigt hat. Schon bei der Verabredung in kleineren Gruppen gewinnt man durch den Online-Terminplaner eine Viertelstunde an freier Zeit – das bedeutet bereits bei drei Absprachen pro Woche für Eltern und Nachwuchs eine Extra-Partie „Mensch ärgere dich nicht“.

*Zweistufige internationale Online-Befragung im Juli 2014 in Deutschland, USA und Frankreich von Befragten im Alter 18-60 Jahre / Familien in der Internet-Gesamtbevölkerung über Toluna Online Panel / Familien und Nicht- Familien über Doodle Onsite-Befragung. Die vorliegende Analyse konzentriert sich auf Befragte der Altersgruppe 30-49 Jahre, in der sich auch mehr als die Hälfte aller befragten Eltern befinden (N=6.562).